„Die letzte Chance“

Betreff: Interkommunales Hallenbad in Geretsried

Mehrere Jahre haben mehrere Gemeinden und unsere beiden Städte intensiv diskutiert, Vorschläge gemacht und verworfen. Viel Zeit und Geld wurde schon investiert. Auch in unserer Partei (CSU) haben wir kontrovers diskutiert und letztlich jedem freigestellt, sich so zu entscheiden, wie er es für richtig hält, ohne Fraktionszwang.

Den Gegenwind, den die Gegner der interkommunalen Lösung in den Printmedien und den sozialen Medien erhielten, war enorm. Nur mit diesem gewaltigen Druck ist der Vorschlag unseres Bürgermeisters und der Vertreter der Bürgervereinigung zu erklären, plötzlich ein Spaßbad in Buchberg zu proklamieren. Die Episode „Spa Aladin“ scheint nicht mehr im Gedächtnis zu sein. Ein Konkurrenzbad zu den Thermen Erding ist nachweislich kaum konkurrenzfähig.

Angesichts dieser neuen Diskussion um ein Spaßbad, dessen Realisierung aus mehreren Gründen jetzt vollkommen unrealistisch ist, frage ich mich, warum die interkommunale Lösung abgelehnt wurde? Das Kostenargument greift nicht mehr. Aber warum dann? Welche persönlichen Interessen sind hier am Werk? Es gehört schon Mut dazu, Wolfratshausen derart auflaufen zu lassen, indem man jahrelang keine konstruktiven Vorschläge macht oder einen Plan B hat, und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, anzukommen und zu sagen: „So hätten wir das machen sollen, aber geht ja leider nicht mehr, weil wir es schon abgelehnt haben.“

Welche Gedankengänge bei den Verantwortlichen vor sich gehen und welche Interessen hier eine Rolle spielen, kann ich nicht beantworten. Ich weiß nur, dass meine Parteikollegen Claudia Drexl, Alfred Fraas und Peter Plößl sowie ich selbst für das interkommunale Bad gestimmt haben. Mehr denn je sind wir überzeugt, dass es ein Gewinn für die Region und vor allem für Wolfratshausen und seine Bürger ist. Deshalb unterstützen ich und meine drei Parteikollegen das Bürgerbegehren, die letzte Chance dieses Projekt zu realisieren.

Günther Eibl

Stadtrat und CSU-Fraktionsvorsitzender