Ein „Tunnel“ ist nicht neu, auch eine „Straße“ ist nicht neu! Entscheidend ist die Funktion und Ausführung

 

Der Stadtrat Alfred Fraas hat in CSU spricht Tacheles am 01. Februar erneut die Idee vorgetragen, die Umfahrung von Wolfratshausen gleichzeitig auch mit der Initiierung eines Südrings von München zu verknüpfen, wie bereits vor 3 Jahren. Um diese Planung auf Realisierbarkeit zu prüfen, wurde Alfred Fraas, mit Unterstützung vom Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber, die Trassen bereits 2015 im Straßenbauamt Weilheim besprochen.

Mit dem Ergebnis, dass es Technisch durchaus realisierbar, aber schwierig finanzierbar sei. Alfred Fraas hat dies alles im Vortrag hinzugefügt. Ebenfalls wurde Kosten-Nutzen-Faktor von 3 erwähnt, und dass es mit bis zu 85 % mit Fördergeldern finanziert werden kann.

Das man nun im Isar-Loisach-Boten vom 07.02.2018 von einer „Ollen Kamelle„ gesprochen wird – grenzt schon an Frechheit!

Es waren im Jahr 2001 zwei Tunnelvarianten untersucht worden, die Alfred Fraas ebenfalls im Vortrag in der Flößerei vorgestellt hatte. Aber das entscheidende Faktum ist, dass diese neue, unter der Isar verlaufende Tunneltrasse nicht nur zur Umfahrung von Wolfratshausen, sondern auch der entscheidende erste Baustein einer möglichen Südumgehung von München, darstellen kann. Damit kommt dem Bauwerk eine generelle überregionale Bedeutung zu. Viele Trassenvarianten wurden zum Zweck einer südlichen Verbindung der Autobahnen Garmisch und Salzburg in den vergangenen Jahren untersucht und verworfen. Keine der Varianten hatte eine Change realisiert zu werden – zu viele Hindernisse von baulichen und politischen Problemen, samt den vielen Betroffenheiten ließen diese Projektplanungen sterben.

Charmant ist die vorgeschlagene lange Tunnelvariante ebenfalls, da die Fortführung der vermutlich 4-Spurigen B11A nach Osten Richtung A8-Salzburg durchgängig möglich wird. Man sollte doch bedenken, die Zukunft endet nicht in 10 Jahren, sondern wir haben die Verantwortung auch für 50, 100 Jahre weiter zu denken, auch wenn der Straßenverkehr sich strukturell verändern wird.

Zudem tastet die Trasse kein Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet an. Die zu erwartenden, notwendigen Tunnelbaustellen haben freie Fläche, ohne Häuser abreißen oder Infrastruktur beseitigen zu müssen.

 

Wenn man ein solches Projekt verwirklichen will, muss der Wille von den beteiligten Kommunen und den Bürgern bekundet werden! Ob diese Tunnelvariante dann wirklich so umgesetzt wird, ist nicht entscheidend!

Wichtig ist, dass wir die Umgehung JETZT endlich beginnen!

„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

Wenn nicht jetzt – wann dann? Da ist Zusammenarbeit angesagt und zwar für Wolfratshausen!

 

Susanne Thomas

Vorsitzende der CSU Wolfratshausen