Wolfratshauser Polizeichef, Andreas Czerweny und Vorsitzende der CSU Wolfratshausen, Susanne Thomas

Am 26.10.2017 stellte der Wolfratshauser Polizeichef Andreas Czerweny in der Flößerei die Sicherheitswacht Wolfratshausen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CSU spricht Tacheles“ vor. Wer eine Grundsatzdiskussion erwartet hatte, wurde enttäuscht: die Sicherheitswacht Wolfratshausen wird aufgebaut, zunächst für ein Jahr. Wer sich jedoch vor einer Bürgerwehr oder Hilfssheriffs gefürchtet hatte, konnte beruhigt nach Hause gehen. Herr Czerweny stellte ausführlich das von der Bayerischen Staatsregierung geförderte Konzept der Sicherheitswacht vor. Besonders geschulte Mitbürger werden ehrenamtlich für ihre Stadt – nicht für die Polizei! – tätig. Die Anwesenheit der ehrenamtlichen Sicherheitswacht soll ihren Mitbürgern vor allem ein verstärktes Gefühl der Sicherheit vermitteln. Die Ehrenamtlichen sind als Ansprechpartner in verschiedenen Bereichen der Stadt und bei Veranstaltungen präsent und haben natürlich auch ein Auge auf das, was in ihrer Umgebung geschieht. Sie sind nicht mit Sonderrechten ausgestattet, sind keine Amtspersonen, können aber bei Bedarf schnell Kontakt zur Polizei aufnehmen. Durch die Sicherheitswacht wird die soziale Komponente des einstigen Dorfpolizisten wiederbelebt. Herr Czerweny trägt das Konzept mit großem Engagement. Er räumt ein, dass die ersten „Sicherheitswachtler“, die durch eine blaue Weste mit Schriftzug für die Bürger zu erkennen sind, zumindest anfangs wohl eine gute Standfestigkeit brauchen werden. Sie wird die Grundsatzkritik an der Sicherheitswacht treffen. Die ersten Ehrenamtlichen sollen noch in diesem Jahr ihre Runden drehen, zunächst in Begleitung von Polizeibeamten und „alten Hasen“ der Sicherheitswacht aus anderen bayerischen Städten.